Mikroskopie auf Fuerteventura

An einer Felswand tröpfelte stark eutrophiertes Wasser aus der obersten Vegetationsschicht des darüber liegenden Hanges aus vier Meter Höhe auf den Boden und bildete eine ca. 80 cm breite und einige Meter lange Wasserrinne, die aber nur ca. 5 cm tief war. An einer anderen Stelle hatte sich aus dem Tropfwasser ein recht tief erscheinender Teich von ca. 5 m Durchmesser gebildet. Aber auch hier führte das Bachbett noch kein Wasser. Erst etwas tiefer war es stellenweise gefüllt.

Als wir mit dem Auto dann zum Mündungsgebiet des Baches fuhren, fanden wir, dass er dort zu einem ansehnlichen Ententeich aufgestaut worden war.

Die transportierte Wassermenge des Zulaufs war aber immer noch vergleichsweise mager.

Der Bach und vor allem der Teich waren durch die starke Sonneneinstrahlung und die mineralischen Nährstoffe, welche beim Durchsickern der Sedimentgesteinsschicht des Gebirges aufgenommen wurde sehr stark veralgt.

Ich nahm Proben aus dem Bachlauf, dem Teich und von der Kahmhaut einer ruhigen Seitenstelle des Bachs. Besonders erfreut war ich, als ich feststellte, dass Bach und Teich eine üppige Population von Poecilia reticulata, dem Guppy, beheimateten.


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