Auf der Insel Samos (Grichenland) existieren zwei nennenswerte Süßwasserseen, von denen der größere im Sommer vollkommen austrocknet. Der kleinere ist hier auf den Bildern zu sehen und in der Nähe von Pythagorion gelegen. Er beheimatet zwei verschiedene Fischarten. Einerseits lebendgebärende Zahnkarpfen, welche in Größe und Aussehen an Guppies erinnern. Im Unterschied zu diesen ist aber das Gonopodium (Begattungsorgan) der Männchen wesentlich größer. Es miSSt ca. 1/3 der Körperlänge des Männchens. Außerdem sind auch die Männchen vollkommen ungefärbt. Zum anderen leben dort als Raubfische ca. 18 - 20 cm groß werdende Fische, die durch ihre seltsam geformten Brustflossen und ihre gigantische Spitzengeschwindigkeit herausstechen. Deshalb war ich auch nicht in der Lage, eine Exemplar von ihnen zu fangen. Für ihre Nahrung ist bestens gesorgt, da eine erstaunlich große Anzahl der lebendgebärenden Zahnkarpfen vorhanden ist. Ein Aquarium mit einem ähnlich dichten Besatz könnte man getrost als überbesetzt bezeichnen. Ich würde die Anzahl der Individuen pro Liter Wasser mit ca. 5 - 6 angeben. Das Wasser hat aufgrund der Nähe zum Meer (ca. 400 - 500 m) einen erhöhten Salzgehalt und ist sehr Nährstoffreich, was man an dem äußerst starken Wasserpflanzenwachstum ablesen kann. Selbst auf den Bildern kann man sehen, dass fast der gesamte See zugekrautet ist. Es erstaunt deshalb auch nicht, dass in diesen Wasserproben viele interessante, und für heimische Wasserproben ungewöhnlichere Mikroorganismen zu finden sind. |
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